Terrorismus in unseren Städten – eine logische Folge #ParisAttacks

Nach längerer Zeit mal wieder ein politisch-gesellschaftlicher Artikel.

Der Anlass ist traurig und grausam, und mit diesem Post werde ich mir keine neuen Freunde machen.

 

Wir sollten bei aller Trauer die Anschläge von Paris in den Gesamtkontext setzen und uns selbst kritisch hinterfragen.
Es muss uns klar sein, dass sie eine direkte, und in ihrer Konsequenz auch logische Folge unseres eigenen Handelns sind.
Seit dem Ende des kalten Krieg sind wir – die USA und ihre Verbündeten – es gewöhnt, auf der Welt weitgehend mit Gewalt unsere Interessen durchzusetzen (eigentlich war es seit Ende des zweiten Weltkriegs nie anders). Abgesehen von einigen wenigen Ländern und Völkern, gegen die wir uns aus guten Gründen nicht herantrauen, putschen oder bomben wir in der Regel alles weg, was unseren Wohlstand gefährdet. Besonders Menschen in den Ländern, die wir die „dritte Welt“ nennen, sind unserer Willkür meist völlig ausgeliefert.
Die Herangehensweise ist fast immer dieselbe: wir versuchen uns über wirtschaftliches Ungleichgewicht in Ländern, deren Resourcen uns interessieren, eine Position zu erarbeiten, die uns maximalem wirtschaftlichen Profit bei minimaler Verantwortung für Leben und Wohlstand der Menschen in diesen Ländern ermöglicht. Um das zu erreichen stützt man die korruptesten Machtmenschen in diesen Ländern. Reicht das nicht aus und regt sich Widerstand, sorgen wir mit unseren Geheimdiensten dafür, dass dieser Widerstand weggeputscht wird. Reicht auch das nicht aus, wird sich schon bald ein Grund für Kriegswaffenlieferungen zeigen, bis hin zur direkten militärischen Intervention

So lief das bis zum 9.11.2001 ziemlich gut. Dann betrat ein Gegner einer neuen Kategorie die öffentliche Bühne – ein Gegner, den wir uns ursprünglich als nützlichen Idioten sogar selbst herangezüchtet haben. Continue reading

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Unified Weapons Master – ein Traum für alle kampffixierten LARPer?

Eigentlich habe ich kein großes Interesse an Kampfsport.

Es liegt nicht daran, dass ich Kämpfe generell uninteressant finde, oder gar keine Gewaltdarstellung leiden mag. Ich bin Rollenspieler, seit ich 14 bin, habe auf dem Papier schon unzählige Kämpfe mit nur jeder erdenklichen Waffe von Fantasy bis Science-Fiction überlebt  (oder auch nicht). Ich habe einen kurzen Ausflug ins Live Action Rollenspiel gemacht und ein paar Grundlagen des LARP-Kampfs mit Latex-Waffen gelernt. Ich schaue mir auf Mittelaltermärkten gerne Schaukämpfe an. Ich finde Video-Serien wie „Deadliest Warrior“ spannend, wo so Fragen gestellt werden wie „wer würde gewinnen, wenn ein Wikinger gegen einen Samurai antreten würde“, und Kampf-Experten sich dann mit Waffen, Stil und Umgebungsvariablen auseinander setzen.

Aber Kampfsport geht mir weitgehend am Arsch vorbei. Bislang. Continue reading

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Coverversion des Tages: „Under Pressure“ von den Foo Fighters

Wenn ich mich für eine Coverversion begeistere, dann meist, weil sie entweder sehr originell ist, ein ungewöhnlich hohes technisches Niveau hat oder von Musikern interpretiert wird, bei denen man dabei gar nicht gerechnet hat.

Beim folgenden Cover trifft nichts wirklich davon zu.

Eine Rock-Band covert einen Rock-Song. Und das nicht mal besonders gut. Die Vocals (beider) Sänger sind … grenzwertig, musikalisch ist das Cover gegenüber dem Original eher tiefgestapelt.

Aber …

… ich habe selten ein Cover gesehen oder gehört, welches derart den Spirit des Rock ’n Roll atmet wie dieses hier. Pure Energie, pure Freude der Band am geilen Song, die Band spielt live, inmitten ihrer Fans auf einem riesigen Festival, und man spürt in jeder Sekunde, dass jeder einzelne Musiker voll dabei ist, dass er dankbar dafür ist, jetzt genau hier genau in diesem Moment zu sein, genau das zu tun, was er von aller Seele liebt und genau diese Liebe mit seinen Fans zu teilen und wieder zurück zu bekommen.

Ich bekomme wirklich Gänsehaut, wenn ich das hier sehe, und ich wünschte mir, ich wäre dabei gewesen, obwohl ich eigentlich kein großer Fan der Band bin.

Aber ich denke auch, dass es aktuell keinen ehrlicheren, härter arbeitenden und … in seiner Rolle authentisch glücklicheren Rock ’n Roller gibt als Dave Grohl von den Foo Fighters.

Hier das Cover … der Song fängt erst so richtig ab ca. 2:00 an, vorher gibt es noch ein wenig Direktansprache, die ebenso authentisch wie ungelenk enthusiastisch ist, wie der Rest.

Grandios!

Und hier das Original:

Dortmund, 150825_2115

B.

 

 

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Coverversion des Tages: „Der Hund von Baskerville“ von Cindy & Bert

Ohne weitere Erklärung … um es spannend zu machen, sage ich nicht mal, was das Original und was das Cover ist:

 

Dortmund, 150824_2112

B.

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Großartigkeit des Tages: Real Life First Person REMOTE Shooter (Chatroulette Version)

So, ich habe gehört ihr mögt First Person Shooter?

Ich mag ja Live Action Role Playing (LARP). Warum packen wir das nicht mal zusammen? Also Live Action First Person Shooter?

Ok, das ist aufwendig, man muss sich viele, teure Ausrüstungsgegenstände besorgen, irgendwo hin fahren, das ist anstrengend …

Hier mein Angebot: wir stellen einen kompletten LARP-Parcour UND einen echten Bad-Ass-Motherfucker mit Killer-Attitüde UND coole Waffen UND jede Menge Zombies, und ihr braucht nur zu Hause zu sitzen, einen Videochat aufmachen, und ihm einfach sagen, was er machen soll.

Und weil ihr auch Überraschungen mögt, bieten wir das auch in Chatroulette an …

Ok … Batman … I need your help. What should I do? C’mon …

Dortmund, 150821_1234

B.

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Großartigkeit des Tages: Schwierigkeiten, morgens aufzustehen? Nimm das „High Voltage Ejector Bed“

Gehört ihr, wie ich, auch zu den Leuten, die jeden Morgen mit sich kämpfen müssen, aufzustehen?
Die schon mehrere „Snooze“-Einstellungen an ihrem Wecker vorprogrammiert haben?
Die die Kunst perfektioniert haben, einen Wecker im Halbschlaf perfekt eine Stunde weiter zu stellen, und wieder eingeschlafen sind, bevor sie sich wieder umgedreht haben?

Hier gibt es endlich die perfekte Lösung für uns: das „High Voltage Ejector Bed“.

Und, wenn es doch mal schnell gehen soll, lässt man einfach die Hosen auf Halbmast an …

Dortmund, 150807_1830

B.

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Bombasstards klatschianisches* Tinte-auf-den-Füller-Chili

Ein Rezept. Zum Kochen. Was soll das?

Ein befreundetes Pärchen hat unlängst geheiratet, und die Trauzeugen hatten sich ausgedacht, dem Brautpaar ein Kochbuch mit Rezepten ihrer Freunde und Verwandten zu schenken, so wurde auch ich um einen Beitrag gebeten.

Nun koche ich zwar ganz gerne, aber dafür um so dilettantischer, nur nach Gefühl und meist eher einfachere Sachen. Wenn es mal komplizierter werden soll, muss meist der gute alte Jamie Oliver herhalten – und einfach eins seiner Rezepte zu kopieren fand ich doof.

Dann fiel mir etwas ein, was ich wirklich gerne koche, was mehr als drei Zutaten hat, garantiert kein einziges Fertigprodukt enthält und wofür ich schon mehrfach von Menschen, die es probiert haben (und danach noch reden konnten) gelobt wurde: meine eigenwillige Variation des Klassikers „Chili con Carne“.

Als ich dann versuchte, das Rezept aus dem Gedächtnis heraus niederzuschreiben, passierte genau das, was immer passiert, wenn ich zu schreiben anfange: es wurde lang und länger, ich verlor mich ein wenig in (gewollter) Beschreibungskomik, baute Witzchen und Anspielungen ein (was durchaus im Sinn der Sache war), schweifte ab … am Ende war das Rezept vier Seiten lang – viel zu viel Platz, als im Kochbuch vorgesehen war. Also kürzte ich das Rezept auf zwei Seiten runter, wobei viel von meinen Abschweifungen verloren gingen.

Aber, da ich beim Schreiben so viel Spaß hatte, veröffentliche ich das Rezept eben jetzt in voller Länge hier auf meinem Blog.

Weil ich es kann!

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… und noch mal das Ukulele Orchestra of Great Britain: Pinball Wizard (ohne Ukulele!)

Ich denke, ich werde die Ukes für meine Kategorie „Coverversion des Tages“ disqualifizieren müssen, denn sonst müsste ich noch zehn oder zwanzig weitere Songs von denen posten – das Ensemble ist in seiner Originalität und mit dem eigenen Humor einfach zu gut. Ich bin letzte Nacht bestimmt 2 Stunden nur bei ihren YouTube-Videos hängen geblieben.

Hier haben wir „Pinball Wizard“ von  The Who.

Zunächst im Original: schon ziemlich geil. The Who, wo sie hingehörten – auf eine große Festivalbühne. Keith Moon war schon ne Wucht!

Und hier vom Ukulele Orchestra: OHNE UKULELE – rein vokal, im Stile eines ziemlich düsteren Seemanns-Stampfers,

Großartig!

Dortmund, 150725_1800

B.

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Coverversion des Tages: „Wuthering Heights“ von … na, von wem?

Ganz ehrlich: „Wuthering Heights“ ist einer der schönsten und seltsamsten Songs, der je geschrieben wurde. Von einem 18-jährigen Nerd-Mädchen, das sich gegen ihren Labelboss durchsetzte, indem es darauf bestand, dass der Song als erste Single ausgekoppelt wurde. Nach einigem Disput ließ er ihr das durch, um sie gehörig auf die Fresse fallen zu lassen.

Das Ding wurde Nr. 1 in den britischen Charts – der erste Nr. 1-Hit, der von einer Frau komponiert und selbst dargeboten wurde.

Dieser Eintrag geht anders vor als andere „Coverversion des Tages“-Artikel. Zuerst sehen wir uns das Original an, dann stelle ich euch ein paar mehr oder weniger bemerkenswerte Coverversionen vor, um zum Schluss zur in meinen Augen besten Interpretation zu kommen – eben: die Coverversion des Tages.

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Großartigkeit des Tages: Kurzfilm „One Minute Time Machine“

Ihr kennt das: ihr seid bei einem Date, versucht euer Gegenüber zu beeindrucken, und natürlich sagt ihr dann etwas ganz dummes, was euch in Nullkommanichts von der Siegerstraße ins Tal der Tränen führt. Wäre es dann nicht toll, eine kleine Zeitmaschine in der Tasche zu haben, um einfach die letzte Minute zurückzuspulen?

Dortmund, 150709_1820

B.

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