Die alten Helden sterben und ich werde auch langsam alt …

Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich so kurz vor Tore Schluss in diesem Jahr noch einen traurigen Nachruf schreiben muss, aber so ist es leider.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass immer mehr der „alten Helden“ abtreten. Die, die man noch aus der Kindheit kannte, die, die einem postpubertär eine neue Weltsicht geschenkt haben. Sie gehen und hinterlassen Löcher. Die nur selten befriedigend gestopft werden. Realistisch betrachtet ist das natürlich Quatsch. Kultur, Kunst, Musik … the show must go on, and boy, it fucking will! Natürlich GIBT es neue Bands, Schriftsteller. Radikale, Wilde, Tolle. Künstler, die ich nicht verstehe, bei denen ich die Nase rümpfe, die für die „Jugend von Heute“ aber wirklich relevant sind. Vielleicht ist es so, dass nur ICH es so wahr nehme, dass die alten Helden sterben und niemand in ihre Fußstapfen treten kann.

Denn auch ICH werde alt. Ich werde nächstes Jahr 40. Die große, böse 4. Ich habe meinen Körper und meine Gesundheit lange genug sträflich missachtet, um zu wissen, dass ich damit schon mehr als die Hälfte meines Lebens hinter mich gebracht habe. Und jetzt, gegen Ende eines … sehr ernüchternden, aber auch lehrreichen Jahres, werde ich sentimental.

Und nun? Midlife Crisis?

Dortmund, 151230_0108

B.

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