Terrorismus in unseren Städten – Unheilige Einigkeit #ParisAttacks

Neben der Bestürzung über die Opfer von Paris packt mich eine kalte, ohnmächtige Wut.

Es kotzt mich an, dass die Terroristen ihr Ziel erreichen. Wir sind sofort bereit, vieles von dem, was wir sonst hoch und heilig unsere „Werte“ nennen, über Bord zu werfen. Religiöse Fanatiker tun das nie. In diesem Spiel gewinnen sie immer, wir verlieren immer.

Es kotzt mich an, dass Kryptofaschisten in Europa diesen Horror als Vehikel verwenden, um gegen Flüchtlinge zu hetzen. Genau dieselben Flüchtlinge, die vor genau diesem Terror fliehen.

Es kotzt mich an, dass, so sicher wie das Amen in der Kirche, unsere Sicherheits-Politiker und die allgemeine Öffentlichkeit nach diesen Taten nach der üblichen Medizin schreien werden. Mehr Überwachung, mehr Kontrollen, mehr Einschränkungen der Freiheit. Obwohl all das erwiesenerweise sinnlos ist.

Es kotzt mich an, dass in Folge dieser Geschichte die Geschäfte bestimmter Firmen und Konzerne noch mehr boomen werden. Hersteller von Sicherheits-Equipment. Waffenhersteller. Armee-Kontrakteure. Söldnerfirmen. Es gibt so viel an Angst zu verdienen …

 

Nein, es gibt keine bewiesenen Allianzen zwischen Terroristen, Faschisten, Sicherheitsesoterikern und -profiteuren. Aber ihre Interessen überschneiden sich. Sie gewinnen. Alle anderen verlieren. Und bleiben ohnmächtig am Boden …

Dortmund, 151114_1330

B.

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