Leonard Nimoy (1931 – 2015)

Leonard Nimoy war, und wird immer sein, unser Freund Spock.

Das kann und darf man nicht klein reden. Spock hat uns unser ganzes Nerd-Leben lang begleitet, und wird dies auch immer wieder tun. Welcher andere tragende „Held“ einer Geschichte der letzten 50 Jahre war Wissenschaftler, streng logisch, teilweise unmenschlich kalt und rational und eben dadurch uns immer wieder unsere Menschlichkeit wie einen Spiegel vorhaltend? Und immer mit seiner menschlichen Seite ringend? Es würde sehr vielen Menschen gut tun, sich gleich mehrere Seiten von Spock abzuschneiden.

Dies haben die Drehbuchautoren von Star Trek geschaffen, aber Leonard Nimoy hat diese Rolle verkörpert, wie vermutlich nur er es gekonnt hätte

Als Schauspieler kam er nie von dieser Rolle seines Lebens los. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was es für einen kreativen, schöpferischen Menschen bedeuten muss, sein gesamtes Leben auf eine einzige Facette reduziert zu werden – auch, wenn es bedeutet, gleichzeitig mit dieser Facette eine unsterbliche Ikone geschaffen zu haben. Nimoy selbst muss damit lange gehadert haben, um sich irgendwann resigniert damit abzufinden.

Auch aus diesem Grund möchte ich – augenzwinkernd – Leonard Nimoy für einer anderen bemerkenswerten künstlerischen Leistung würdigen:

Dortmund, 150227_2329

B.

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