Großartigkeit des Tages: AC/DC’s “Thunderstruck” – im Hillbilly-Style

Irgendwie passiert gerade in der Welt nicht viel, was mich spontan einen “Großartigkeit des Tages”-Artikel schreiben lässt, also muss mal wieder eine geniale Coverversion her.

Liegt auch daran, dass ich selbst lang genug in einer Cover-Band gespielt habe, um die echte Kunst dahinter zu schätzen.

Tatsächlich kommen meiner Meinung nach die besten Cover-Stücke immer von völlig stilfremden Bands – oder von solchen, die ein möglichst eigensinniges Konzept mit viel Humor verknüpfen.

So die absolut großartigen “Steve’n’Seagulls”.

AC/DC!

Thunderstruck!

Trecker!

Latzhosen!

Banjo!

Akkordeon!

Kult!

Gerade eben erst entdeckt (durch einen Facebook-Post der ebenso ziemlich witzigen (Cover-)Band “Walk Of The Earth”).

Steve’n’Seagulls haben natürlich, wie es sich gehört, einen YouTube-Channel – das nächste, was mich von ihnen anlacht ist “The Trooper” von Iron Maiden … ich kann es fast kaum erwarten.

Ach ja … wer wissen will, wo der Name der Band (vermutlich) herkommt … bitteschön (ich gebe einen Tipp: “Hamster! A Dentist” :D

 

Dortmund, 140807_0040

B.

 

P.S.: ich denke, es macht Sinn, bald eine eigene Kategorie aufzumachen: “großartige Coverversionen”. Macht auch Sinn, selbst eine Liste zu führen, um sich mal zu erinnern …

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Großartigkeit des Tages: Shakiras “Hips Don’t Lie” – von einem echten Männerchor

Ich habe ja schon mal hier meine Liebe zu genial arrangierten A-Capella-Songs gestanden – hier haben wir ein weiteres Schmankerl:

Out Of The Blue – Hips Don’t Lie.

Ein echter Männerchor mit wirklich großartigem Arrangement und herrlich, ähm, männlichen Stageacting :D

Deren YouTube-Channel scheint noch so einige weitere Perlen zu bieten – so wie das hier:

Meine Abendunterhaltung steht. Schaut auch mal rein :-)

Dortmund, 140728_2115

B.

 

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Lasst uns Religionen abschaffen – auch die Arbeits-Religion

Herrlich, ein ganzer Artikel bei Zeit Online zu einem meiner Lieblingsthemen:
dass wir in unserer (deutschen) Gesellschaft einen absolut ungesunden Arbeitsfetisch haben, ja, Arbeit sogar als Ersatzreligion fungiert:

Der Arbeitsfetisch hat sich tief in die DNA der westlichen Industrienationen eingeschrieben, von Kindesbeinen an wird er uns eingetrichtert. Am Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg beobachtete ich einmal einen Vater mit seinem Kind. Die beiden gingen an einem Bettler vorbei – doch statt dem Bettler etwas zu geben, sagte der Vater drohend zu seinem kleinen Sohnemann: “Das passiert mit dir, wenn du nicht fleißig bist!”

(…)

Dabei ist die Sache mit der Arbeit extrem schizophren: Wir streben insgeheim nach Faulheit – und preisen lautstark die Arbeit. Kein Wahlplakat, auf dem nicht mit mehr Jobs geworben wird. Der Ruf nach mehr Arbeit ähnelt dem Stockholm-Syndrom, bei dem die Opfer von Geiselnahmen nach und nach ein positives Verhältnis zu ihren Entführern aufbauen.

(…)

Diese Situation ist umso schizophrener, als dass wir jede Möglichkeit nutzen, der Mühsal und Arbeit zu entrinnen: Wer benutzt freiwillig ein Waschbrett, wenn er eine Waschmaschine hat? Wer schreibt einen Text handschriftlich ab, wenn er stattdessen einen Kopierer benutzen kann? Und wer rechnet die elendigen Zahlenkolonnen seiner Steuererklärung im Kopf aus, wenn er einen Taschenrechner besitzt? Wir sind stinkfaul und glorifizieren die Arbeit.

(…)

Wir leben in einer Ära des Kapitalismus, in der die Produktivität der Arbeit dermaßen hoch ist, dass immer weniger Arbeitskräfte gebraucht werden. (…) Eine Studie der Universität Oxford kommt zu dem Schluss, dass bis 2030 rund 47 Prozent aller Arbeitsplätze in den USA der Automatisierung zum Opfer fallen können.

(…)

Die Arbeit geht uns nicht deshalb aus, weil wir zu blöd sind. Sie geht uns auch deshalb nicht aus, weil die Vermögenden zu viel Steuern blechen, wie uns Neoliberale weismachen wollen. (…) Wir könnten die durchschnittliche Arbeitszeit drastisch reduzieren, wenn wir nur wollten. Ein “Wachstum” ist ohnehin nicht mehr möglich.

 

Wasser auf meine Mühlen. Ich bemühe mich schon seit langem, eine entspannte Haltung zur Arbeit zu erlangen. Arbeiten, um zu Leben, ihr wisst schon. Und doch erschreckt mich die Idee des Arbeitsplatzverlustes extrem, lässt mich schaudern. Nicht nur, weil ich mich dann in meinem Wohlstand einschränken müsste. Nicht nur, weil ich mich dann dem demütigenden Prozedere der Bewerbungs-Vorhölle stellen müsste. Sondern auch, weil ich dann alle Nase lang meiner Umwelt vorgaukeln müsste, wie sehr ich mich gerade um ARBEIT bemühe, weil mein Leben ja ansonsten SINNLOS ist, obwohl ich genau weiß, dass mir theoretisch mal eine gewisse Auszeit ganz gut tun würde. Auch, weil ich Angst um die missbilligenden Blicke meiner Mitmenschen habe …

 

Man könnte ja mal über alternative Konzepte nachdenken. Bedingungsloses Grundeinkommen, Star-Trek-Ökonomie. Ein Überdenken unserer Werte.

Aber nein … bald haben wir wieder Vollbeschäftigung.

Wenn sich doch diese faulen Arbeitslosenschweine ENDLICH mal anstrengen würden …

Dortmund, 140721_2211

B.

 

 

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Frank Schirrmacher ist tot. Ein herber Verlust.

Frank Schirrmacher ist heute einem Herzinfarkt erlegen. Ich bin wirklich bestürzt. Für mich – und sicherlich auch für viele andere – war Schirrmacher der wichtigste Journalist Deutschland.

Nicht wegen seiner unbestreitbaren publizistischen Macht, sondern weil er ein großartiges Beispiel für einen öffentlichkeitswirksamen Intellektuellen war, wie mir sonst in Deutschland niemand, wirklich niemand einfällt.

Ein streitbarer Geist, ein scharfer Kolumnist. Ein Mensch, der sich mit den Technologien des 21. Jahrhunderts auseinander gesetzt hat, mit scharfer, immer begründeter Kritik, aber auch mit einer Offenheit, die seinesgleichen sucht.

Schirrmacher gehörte zu den Starjournalisten, die bei mir automatisch einen Lesereiz auslösten, und das schafften nur wenige.

Dass er sich be all seinem Status nicht zu fein war, als Diskutant bei Fefe und Franks “Alternativlos“-Podcast mitzumachen, rechne ich ihm hoch an – er schien als einer der wenigen Verantwortlichen im “Hochkultur-Bereich” die neuen Medien wirklich ernst zu nehmen.

Frank Schirrmacher wird uns im deutschen Diskurs auch als Kommunikator zwischen “Hochkultur” und moderner Welt in Zukunft fehlen.

Der Verlust ist kaum zu hoch einzuschätzen.

Bochum, 140612_2012
B.

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Grünen-Abgeordnete und “Koalitionsdisziplin”

Ist euch schon mal irgendwann ein Grüner begegnet, der euch im Brustton der tiefsten Überzeugung gesagt hat: “nein, nein, wir haben keine Fraktionsdisziplin – bei uns stimmt jeder Abgeordnete nur nach seinem Gewissen ab”?

Wenn euch nochmal so ein Heini damit kommt, dann lacht ihn lange und laut (so, dass es alle mitkriegen) aus.

Und zeigt ihm diesen Debatten-Mitschnitt, die auf der Seite der Grünen-Fraktion im NRW-Landtag.

Das ist das Protokoll des Grünen-Beitrags zu ihrer superfeigen Nein-Stimme zum Snowden-Asyl in NRW, von dem ich gestern geschrieben habe.

Und hier sagt der Abgeordnete Rainer Priggen

Ich finde den Antrag, den Inhalt und Tenor richtig. Ich habe Ihnen auch erklärt, warum das so ist. Ich bin durch Koalitionsdisziplin gebunden.

Da habt ihr’s, schwarz auf weiß. Gewissen, am Arsch!

Und dann hat der Typ noch die gleiche bodenlose Frechheit wie Konstantin von Notz, den Piraten vorzuwerfen, sie würden mit dem Antrag Snowden eher schaden, da sie ja hätten wissen müssen, dass die Grünen gar nicht anders stimmen KONNTEN.

Und diese Denkweise scheint in Deutschland Allgemeingut zu sein.

Dreckspolitikerpack! Was widert ihr mich an.

Ganz ehrlich: diese Demokratie brauchen wir nicht. Dann lieber Faustrecht und Gewalt. Das ist ehrlicher und da weiß man, woran man ist.

Dortmund, 140607_1717

B.

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Grüne Feiglinge in NRW lehnen #Snowden-Asyl ab, nennen es “Politik”

Die Piraten-Fraktion im NRW-Antrag hatte einen Antrag gestellt, dass NRW sich im Bundesrat dafür einsetzen solle, Edward Snowden in Deutschland politisches Asyl zu gewähren.

Gestern wurde der Antrag abgestimmt, natürlich wurde er abgelehnt. Alle, außer den Piraten, haben gegen den Antrag gestimmt.

War von den Sitzpissern der CDUSPDFDP nicht anders zu erwarten. Interessant, dass auch die Grünen abgelehnt haben.

Ja, genau die gleichen Grünen, die auf Bundes-Ebene FÜR ein Snowden-Asyl trommeln. Und auch ihre angebliche “pro Whistleblower”-Haltung ist somit als zynischer BlaBla-Bullshit enttarnt. Fickt euch, ihr Schisser!

Der Gipfel ist jedoch, dass der Ober-Netz-Heini der Grünen, der Bundestagsabgeordnete Konstantin von Notz per Twitter in absolut widerlicher und zynischer Art den Piraten vorwirft, sie würden nichts von Politik verstehen.

. Wie kann man eigentlich nach 3 Jahren Landtag noch so unpolitisch sein, liebe ?

Da bezieht er sich wohl auf “parlamentarische Zwänge”: sprich: im Koalitionsvertrag mit der SPD steht: bei Uneinigkeit in der Koalition wird immer gegen die Opposition (hier: die Piraten) gestimmt.

Wie war das noch, ihr scheinheiligen Penner? “Wir haben keinen Fraktionszwang, bei uns sind die Abgeordneten nur ihrem Gewissen verpflichtet?”

Gewissen? Am Arsch!

 

Wisst ihr was?

Was ich mich bei Politikern von selbst so bezeichneten “demokratischen Parteien” immer frage: sie reden gerne von “wehrhafter Demokratie” und erwarten von Bürgern Einsatz, Zivilcourage und das alles.
Aber selbst leisten sie NICHTS dergleichen. Warum erwarten diese feigen Säcke eigentlich, dass ich für DIE auf die Straße gehe, um sie z.B. gegen Nazis zu verteidigen? Außer der Tatsache, dass Nazis Dreck sind und natürlich das größere Übel.
Aber irgendwann kommt mal was, was nicht so schlimm ist, wie die Nazis und bei mir nicht den gleichen Ekel erzeugt … und dann glaube ich nicht, dass ich auch nur einen Handschlag für dieses beschissene, korrupte, feige System mehr tun werde.

 

P.S.: traurig, dass auch der Ex-Pirat Robert Stein nicht mit “ja” gestimmt hat – er enthielt sich. Warum auch immer. Ich hätte erwartet, dass er zwar in Wirtschaftsfragen mit seiner Ex-Partei quer liegt, aber … naja, was soll’s. Eine weitere Enttäuschung der Leute, denen ich damals auf der Aufstellungsversammlung meine Stimme gegeben habe.

P.P.S: grundsätzlich bin ich der Meinung, dass Edward Snowden einen weiten Bogen um das USArschkriecher-Land Deutschland machen sollte, egal, was unsere Politiker versprechen. Ich traue unseren Legislativ- und Exekutiv-Organen gegenüber der USA ausschließlich zu, dass sie sich winselnd einnässen, wenn es hart auf hart kommt. Insofern ist es eigentlich sogar gut, dass er sich hier keine falschen Hoffnungen machen muss.
Aber: ich wünschte mir, es wäre anders. Und ein von einem Parlament getragener Beschluss wäre ein Anfang. Aber dann eben nicht.

 

Dortmund, 140606_1955

B.

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Wichtig: rettet gute, öffentlich-rechtliche Fernsehsendungen vor der Depublikation

Der vorherige Beitrag bringt mich dazu, mal zu betonen, wie wichtig es ist, dass öffentlich-rechtlich finanzierte Fernsehsendungen den Bürgern, die sie schließlich bezahlt haben, FREI UND OFFEN verfügbar gemacht werden müssen und, unentgeltlich, unter offener Lizenz.

Denn solche Unterlassungsklagen können – neben der normalen Uverschämtheit des “Depublizierens”, was wir wieder einmal einer vor Privatlobbyorganisationen kuschenden, feigen Regierung zu verdanken haben – natürlich schnell dazu führen, dass solche Sendungen schnell aus den Datenbanken verschwinden.

Dies ist ein guter Zeitpunkt, um Werbung für eine in meinen Augen sehr nützliche Toolkombination zu machen.  Man nehme:

  • ein paar engagierte Bürger, die wichtige Sendungen schleunigst aus den ARD/ZFD-Datenbanken “befreien”, also direkt nach Einstellung downloaden und sie bei YouTube oder einem anderen großen Video-Hoster posten (übrigens: Danke, Google/YouTube, dass ihr wichtige deutsche öffentlich-rechtliche Fernsehsendungen vor der korrupten deutschen Regierung rettet)
  • einen freien, erweiterbaren Browser wie den Mozilla Firefox (nein, liebe Leute, nutzt nicht den “tollen, schnellen” Google Chrome – der ist proprietär und nicht frei!)
  • ein Firefox-Plugin wie “DownloadHelper” – damit könnt ihr nämlich von den großen Video-Seiten die kleinen, netten Filmchen AUF EUREN EIGENEN RECHNER runterladen. Und wenn dann eine besorgt-väterliche Regierung oder ein schlecht gelaunter Richter der Meinung ist, dass eine bestimmte Sendung nicht gut für euch ist, und sie deswegen depubliziert wird, dann könnt ihr den Zensoren schnell den Finger zeigen und euch die Sendung immer wieder von eurer eigenen Festplatte aus ansehen … oder sie unter euren interessierten Freunden verteilen.

 

Dortmund, 140523_1920

B.

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Der Kungelei überführte Alpha-Journalisten verklagen “Die Anstalt”

Es gibt Neuigkeiten zu der April-Sendung von “Die Anstalt”, über die ich an dieser Stelle wärmstens empfohlen habe:

Laut einem Bericht von Telepolis wollen bestimmte Top-Journalisten wie der Herausgeber der ZEIT die Redaktion der “Anstalt” auf Unterlassung verklagen.

Josef Joffe, Herausgeber der ZEIT, beschwerte sich beim Chefredakteur des ZDF, Peter Frey über angeblich falsche Darstellungen in der Satire-Sendung. Die “Anstalts”-Redaktion durfte sich mit Unterlassungserklärungen auseinandersetzen, die ihr der Herausgeber und ein Redakteur der liberalen Zeitung haben zukommen lassen. Und Stefan Kornelius, Leitartikler der Süddeutschen Zeitung, wies gegenüber dem NDR-Medienmagazin Zapp Kritik an seiner Nähe zur Elite zurück.

Natürlich kann man sich die Frage stellen, ob die Redakteure der “Anstalt” schlecht recherchiert haben, und die benannten Journalisten überhaupt nichts mit den genannten Kriegslobbyorganisationen und USArschkriecherclubs zu tun haben.

Aber ich denke nicht, dass sich diese Frage stellt. Die reine Mitgliedschaft der Top-Dogs der deutschen Printmedien in den angesprochenen Think-Tanks ist öffentlich und klar belegt, ebenso wie die offizielle USArschkriecher-Politik des Springer-Konzerns, die in deren Leitlinien festgehalten ist, die jeder Journalist bei denen unterschreiben muss.

Der Telepolis-Artikel geht dann auch eher auf das grundsätzliche Dilemma ein:

Müssten Journalisten eigentlich nicht einen professionellen Abstand zu denjenigen wahren, über die sie schreiben und auf die sie mit einem kritischen Auge blicken sollten? Natürlich. Und wäre das der Gradmesser, dann würden die Journalisten, die sich immer wieder durch die erlauchten Hallen der informellen Elite-Macht bewegen, alles andere als gut wegkommen. Doch so einfach ist es nicht. Es gibt auch noch eine andere Seite. (…)
Journalisten sind natürlich auf gute Kontakte angewiesen.  (…)  Kann man einem Journalisten also pauschal vorwerfen, dass er sich dort bewegt, wo für ihn, für sein Ressort, für sein Fachgebiet oder Thema wichtige Kontakte entstehen können? Anders gefragt: Kann man also einem Journalisten pauschal vorwerfen, dass er auch in einem Think Tank vorbeischaut?

Nehmt euch ein paar Minuten Zeit, lest den Artikel und denkt drüber nach. Ich kann zwar das “Journalisten brauchen eben auch Kontakte”-Argument auch verstehen, aber ich denke auch, dass nicht nur Macht, sondern auch Näher zur Macht korrumpiert. Und deswegen sollten sich Journalisten tunlichst vor diesen “Elite”-Clubs fernhalten!

Krüger wollte wissen, wie eng der Kontakt zwischen deutschen Spitzenjournalisten und anderen Eliten ist. Eine aufwändige Netzwerkanalyse brachte ans Licht: Führende Leitartikler und Top-Journalisten sind eng in Elite-Netzwerke eingebunden und ihre Sicht auf “die Verhältnisse”, wie sie in ihren Artikeln zum Vorschein kommt, deckt sich erstaunlich oft mit der Sicht des “Eliten-Milieus” in dem sie unterwegs sind (Journalismusforschung:”Ganz auf Linie mit den Eliten”).  (…)
Erstens: Mancher Journalist hat nicht nur Kontakte zu elitären Kreisen, nein, er ist sehr, sehr eng mit den informellen Zirkeln der Macht vernetzt. Zweitens: Die von ihm analysierte Berichterstattung kennzeichnet sich gerade nicht durch eine kritische Haltung zu diesen Zirkeln, sondern sie spiegelt eine starke inhaltliche Nähe zu den in diesen Netzwerken vorhandenen Meinungen und Sichtweisen wider.

Und somit hat die Berichterstattung der Anstalt – eigentlich eine Satire-Sendung – vollste Relevanz.

Interessant ist übrigens die – in meinen Augen korinthenkackerische – Argumentation, mit der die ZEIT ihre Unterlassungserklärung begründet. Dem Artikel ist eine Kopie der Unterlassungserklärung beigefügt, zwei Argumente sind:

1. Diese Institutionen sind keine “Lobbys” wie etwa der Ostausschuss der deutschen Wirtschaft
2. Partizipation ist nicht Konspiration – nicht in Organisationen, die offen und öffentlich sind. Jedes Wort, das auf der MSC gesprochen wird, ist öffentlich und kriegt maximale Verbreitung.

ACH SOOOOOOOOOOOOOO!

Na dann ist ja alles GANZ ANDERS. Danke, lieber Herr Joffe, jetzt bin ich VOLLENDS beruhigt. Das SIND gar keine Lobby-Organisationen. Und natürlich ist ALLES öffentlich. So etwas wie Hinterzimmer gibt es nämlich in diesen Organisationen, die man nur “Quell der Freiheit und Demokratie” nennen sollte, gar nicht. Ja dann …

 

Dortmund, 140523_1902

B.

P.S: falls diese Sendung wirklich aufgrund der Unterlassungsklagen depubliziert und wird und schlimmstenfalls auch aus allen YouTube-Kanälen verschwindet, schreibt mich an … ich kenne da jemanden, der hat eine … Sicherheitskopie davon …

 

 

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Lacher des Tages: abhörgeile, wirtschaftshörige Bundesregierung will Google regulieren

Ich lach mich tot: die Bundesregierung hat etwas gegen Googles marktbeherrschende Stellung bei den Suchmaschinen:

Die Bundesregierung forciert ihren Kampf gegen die marktbeherrschende Stellung des US-Internetriesen Google. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel brachte sogar eine Zerschlagung ins Gespräch.

Na klar. In Mountain View pissen die sich vermutlich gerade ganz fein ins Höschen. Aber nicht vor Angst.

Ich stell mir das richtig vor: will Sigmar “Genosse der Bosse” Gabriel mit dem Flieger in der Touristenklasse nach Washington fliegen, um die US-Regierung dazu zu bringen, den Konzern zu zerschlagen? Das wird bestimmt genau so ein durchschlagender Erfolg wie die brutalstmögliche Aufklärung des NSA-Skandals durch unseren Innenminister. Man kann hier sehen, wie beeindruckend die Drohkulisse deutscher Politiker sein kann. Oder auch: bück dich, Thomas, du kleines Luder, du willst es doch auch …

Es müsse geklärt werden, ob durch die Beherrschung einer wesentlichen Infrastruktur Wettbewerber systematisch verdrängt würden.

Also so wie die deutsche Telekom und andere TelCos, die gleichzeitig Infrastruktur- und Servicebetreiber sind. Die zerstören gerade die Netzneutralität, damit man schön von Kunden UND Unternehmen doppelt und dreifach abkassieren kann, wie man will. Aber DAS ist ja was ganz anderes. DAS kann ja der Markt alleine regeln, nicht wahr, ihr Flitzpiepen???

Auch Innenminister Thomas de Maizière sieht die Politik in der Pflicht, gegen einen möglichen Machtmissbrauch durch den US-Internetriesen vorzugehen. “Wir haben in der Finanzkrise wieder gelernt, dass es den Primat der Politik gibt. Das gilt ebenso für die Welt des Internets”, sagte er dem “Handelsblatt”.

ha?

Ha!

Haha?

Hahahaha??

BuhahahahaaahHAAAhahahaahaahHAAAHahaahaaahahaaahaaaaaaaaaaaahhaaahaaHAAAHA

HAAHAAAHAAAAAAAAHAHAAAAAAAHAHAHAAAAAAAAAAAAAAHAHAAAHAAAHAHAAAA

HAAHAAAAAHAAAAichkriegmichnichtmehreinvorlachenichkrieggleichnenkollaps

 

Meinst du das wirklich erst?

WILLST DU MICH EIGENTLICH FÜR DUMM VERKAUFEN, DU WIRTSCHAFTSHÖRIGER US-ARSCHKRIECHER???

Wo verdammt noch mal habt IHR VERFICKTE POLITIKERBRUT in den letzten Jahren IRGENDWAS vom VERFICKTEN PRIMAT DER POLITIK gezeigt? Geht’s noch? Wo sind denn regulatorische Mittel wie die VERDAMMTE FINANZTRANSAKTIONSSTEUER? Wie hoch ist nochmal die EIGENKAPITALQUOTE der BESCHISSENEN BANKEN, die WIR BÜRGER andauernd mit UNSEREM GELD retten müssen?  Oh, ihr reguliert also? Ja, fein reguliert ihr, toll macht ihr das. Wisst ihr, was ihr reguliert??

 

EINEN SCHEISS!!!!

 

Ihr steckt BIS ZU DEN SCHULTERN im ARSCH der Banken, bailt die vollkommen verblödeten Top-Manager out, bis sie nicht mehr wissen, wohin mit ihrem Geld und lasst die Menschen in Griechenland, Portugal und Spanien hungern. Passt schon, DIE können ja sparen. Ihr mit eurer verfickten Austerität. GEIL REGULIERT HABT IHR DAS.

 

UND DU WAGST ES VON PRIMAT DER POLITIK ZU REDEN???? GEH MIR AUS DER SONNE, BEVOR ICH MICH GANZ VERGESSE!

 

Ok. Ich versuche mich wieder einzukriegen und zu zurück zum Thema zu kommen

“Will man bei Google und anderen Internetplattformen weiter gehen, muss über gesetzgeberische Maßnahmen nachgedacht werden.” Dann müsse darüber diskutiert werden, ob die durch Netzwerkeffekte bedingte “neue Art von Marktmacht” weitergehende Vorgaben zum Schutz des Wettbewerbs und neue Instrumente der Aufsichtsbehörden erfordere.

ABER NEUTZNEUTRALITÄT WOLLEN WIR NATÜRLICH NICHT GESETZLICH FESTLEGEN, NICHT WAHR???? DAS IST JA BÖÖÖÖÖÖÖÖÖSE!

Sorry, es geht einfach nicht. Wie kann in nur einem Artikel so viel SCHEISSE stehen? Wie können in nur einem Sachverhalt Vertreter aus Politik, Industrie und Justiz in so kurzen Sätzen so häufig den geistigen Offenbarungseid leisten? Vor allem, wenn man die sonstige NETZPOLITIK, die unser Land durchsetzt beachtet?

 

Gut, Googles Aussagen wie

Die Google-Suche sei entwickelt worden, um Bürgern am besten zu dienen

sind natürlich auch hart am Rand der Realsatire, aber das ist nichts gegen die gequirlte Scheiße, die unsere gewählten Häupter da von sich geben.

 

Wer sich vor gar nichts graust, darf auch gerne eine weiterführende Meldung bei einem Springer-Drecksblatt lesen. Da steht dann so was drin wie “auch die Telekom hat genug von Google”. AUSGERECHNET DIE TELEKOM!!!

Ach, ich denke, ich muss nicht erwähnen, dass die geilen “Qualitätsjournalisten” von Springer natürlich gegen Google sein müssen, da ihr armer, kleiner, ständig existenzbedrohter Medienkonzern ja durch intensiven Lobbyismus die “Lex Google”, auch “Leistungsschutzrecht” genannt in Deutschland installiert hat. Aber: Hinter dir, ein dreiköpfiger Affe …

 

Dortmund, 140519_1840

B.

 

 

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Großartigkeit des Tages “Die Anstalt” vom 29.04.14 über Europa, die Ukraine und die US-Speichelleckerei der deutschen Medien

Im deuschen Fernsehen – oder allgemein in den deutschen Mainstream-Medien – findet politische Bildung ausschließlich über Kabarett-Sendungen (wenigsten im öffentlich-rechtlichen Fernsehen) statt.

Ein von mir häufig zitiertes Beispiel ist die großartige “Heute Show”, aber auch “Die Anstalt” (beides im ZDF).

Gerade die Sendung vom 29.04.14 sollte Pflicht für JEDEN deutschsprachigen Menschen in Europa sein – mit anschließender Abfrage und Test, ob man auch zugehört hat.

Themen war, unter anderem: die EU und ihre “Errungenschaften”, die Auswirkungen der von Merkeldeutschland forcierten Austeritätspolitik gegen z.B. Griechenland und die Tatsache, dass die im US-Arsch steckende EU Schuld an der Ukraine-Krise hat.

Vor allem aber den Teil über die Verstrickungen der deutschen Medienerzeugnisse, die sich selbst so gern hochtrabend “Qualitätsmedien” nennen, sollte JEDER gesehen haben. Wenn man sieht, wie die Chefs der wichtigsten deutschen Zeitungen (Süddeutsche, FAZ, ZEIT und natürlich der Srpinger-Verlag mit seinen Drecksblättern BILD und Welt) alle in verschiedenen USArschkriecherischen Gesellschaften und Lobbyorganisationen sitzen, wird einem richtig schlecht … und danach muss man sich nicht mehr über das neue, alte, liebgewonnene Feindbild DES BÖSEN RUSSEN wundern.

 

Gut, dass es so was noch gibt. Wie lange noch?

Ich empfehle jedem, sich das YouTube-Video dieser Sendung mit Hilfe von kleinen, netten Tools aus dem Internet auf den heimischen Datenspeicher downzuloaden, und für schlechtere Zeiten festzuhalten. In der ZDF-Mediathek wird es bald depubliziert, und wer weiß, wann jemand bei YT mit der Urheberrechtskeule droht …

 

Dortmund, 140429_1430

B.

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