Über #Bombergate, Menschen mit Gesichtern, Täter und Kriegsopfer

Dies ist ein sehr persönlicher Beitrag.

Wenn man lange Diskussionen über Verbrechen, Gewalt oder andere schlimme Dinge verfolgt, kommt häufig der Punkt, an dem irgendjemand die eine oder andere persönliche Geschichte erzählt – um Opfern oder Tätern ein Gesicht zu geben, im Situationen zu Illustrieren, um zu verdeutlichen, dass hinter abgehobenen Diskussionen menschliche Schicksale stehen.

Hier möchte ich von meinen Großeltern erzählen – reale Menschen mit Namen und Gesichtern.

Ich bin 37 Jahre alt und hatte das große Glück, alle meine vier Großeltern erlebt und kennen gelernt zu haben.

Alle vier sind nach 1920 geboren, waren bei Ausbruch des Krieges noch unter 20 Jahre alt. Alle wurden in den Kriegsjahren “erwachsen” und haben am Krieg aktiv teilgenommen.

Einer meiner Großväter kam aus dem Ruhrgebiet, war Bergmann und Mechaniker. Nach dem Krieg Sozialdemokrat, ob er dies schon in seiner Jugend war, weiß ich nicht. Vermutlich nicht, alleine die Zeit wird das unmöglich gemacht haben. Aber Sozi zu sein war auch eine Art Familientradition – wie häufig im Pott. Er begann den Krieg im Reichsarbeitsdienst, war später Soldat an der Westfront. Er sprach nie davon. Nur einmal, erinnere ich mich,  erzählte er eine Begebenheit aus Holland – er war gezwungen, an einer Erschießung von “Partisanen” teilzunehmen. Er rang bei der Erzählung mit den Worten und musste weinen. Die Erlebnisse müssen ihn sein Leben lang begleitet haben. Ich schätze, dass er Taten wie diese selbst als Vergewaltigung empfunden hat. Er hat es zwar nicht so ausgedrückt, aber es klang deutlich aus seiner Stimme hervor – das ist es, was ihr aus mir gemacht habt. Ich hatte keine Wahl, ich hätte mein Leben geben müssen.
Er war nie Nazi, war nur ein junger Mann, der früh Verantwortung für eine junge Familie übernehmen musste und versuchte, den Wahnsinn irgendwie zu überleben. Ich sehe ihn mehr als Opfer eines grauenhaften Krieges als als Täter.

Eine meiner Großmütter war eine junge Frau, die schon als Kind sehr klug und intelligent war. Sie hätte genug Begabung gehabt, eine höhere Schule zu besuchen, zu studieren vielleicht. Das ging leider nicht, da sie, wie damals üblich, ihre kranke Mutter versorgen musste. So ging es dann auch bei ihr so, wie es vielen anderen Menschen zu jener Zeit ging: früh verheiratet, früh Verantwortung für die Familie übernehmen. Keine Wahl, das Leben musste pragmatisch angegangen werden. Sie brachte den Krieg so gut es ging hinter sich. Sie sprach nie davon, was, wen und wie viel sie verloren hat – sie war nicht die Person, die der Vergangenheit zu viel beigemessen hätte. Trotzdem – sie war Opfer eines Krieges, mit dem sie nichts zu tun gehabt hätte.

Einer meiner Großväter war wohl das, wo die in gewissen Kreisen wohl gern verwendete Bezeichnung “Naziopa” am ehesten zutrifft: er war Belgier, genauer gesagt Flame. Als Kind wurde er Zeuge vieler Ungerechtigkeiten, die das seltsame Staatskonstrukt Belgien mit seinen zwei großen “Volksgruppen” erzeugte. Interessierte mögen sich hierzu mal ein paar Artikel zu “Wallonen” und “Flamen” durchlesen. Wie auch immer, reale und gefühlte Ungerechtigkeiten waren dominant in seiner Sozialisierung. Ich wette, dass viele heutige Linke ähnliche Dinge erleben, nur mit anderen Ergebnissen – ihn machte es zu einem flämischen Nationalisten und überzeugten Anti-Kommunisten. Als der Krieg ausbrach, lockte die deutsche Propaganda Belgier beider Landesteile damit, als Hilfstruppen an deutscher Seite zu kämpfen – Hitler versprach ihnen dafür, nach dem Krieg den belgischen Staat aufzulösen und ihnen eigene Staaten zu geben (Ha, Ha), so dass sie endlich von den “verhassten Anderen” getrennt seien.
Mein Großvater fiel auf diesen Humbug rein und bezahlte das vielfältig – zum einen mit Erlebnissen in Stalingrad, zum anderen mit einem Lungensteckschuss und vielen schweren Narben, die ihn bis an sein Lebensende begleiteten. Karma scheint manchmal durchaus real zu sein, und so konnte dieser meiner Großväter nach dem Krieg für viele Jahre nicht zurück in seine Heimat. Er wurde als ein Verräter angesehen, ein Kollaborateur, also blieb er in Deutschland und baute sich ein neues Leben auf.
Er war ein Täter, aber er war auch jung, beeinflussbar. Er schien das, was man ihm erzählte, geglaubt zu haben. Er war Täter, er trägt für seine Entscheidung die Verantwortung. Er hätte sich anders entscheiden können. Und doch, ein wenig war auch er Opfer.

Eine meiner Großmütter war Sudetendeutsche. Wie alle anderen wurde sie aus ihrer Heimat vertrieben. Auf der Flucht taten ihr Rotarmisten … unaussprechliche Dinge an. Ein jeder möge in die einschlägige Literatur blicken und sich selbst ein Bild davon machen, was das bedeutet. Sie war sehr jung, kam aus irgendeinem Bauernkaff. Nein, sie war nicht Schuld. An nichts. Sie war nur zur falschen Zeit am falschen Ort. Sie war ein Opfer.

Alle meine Großeltern sind mittlerweile gestorben. Ich hatte das große Glück, sie alle gekannt zu haben. Sie alle haben mich mit aufgezogen, ich wohnte mehrere Jahre bei einem Großelternpaar. Sie halfen mir, so gut sie konnten, über alle Widrigkeiten hinweg und ermöglichten mir trotz allem eine gute und unbeschwerte Jugend. Sie alle haben mich geprägt, haben viel dazu beigetragen, was ich heute bin. Ich habe meine Großeltern geliebt. Sie leben in mir weiter.

Ich habe mich schon sehr früh mit Geschichte, vor allem dem zweiten Weltkrieg auseinander gesetzt. Zunächst aus nerdhaftem Technikinteresse, dann aus ehrlichem Geschichtsinteresse. Ich habe lange versucht, die Generation meiner Großeltern zu verstehen, ihre Motive, ihre Möglichkeiten, ihre Schuld. Wenn ich den Mikrokosmos meiner eigenen Familie betrachte, sehe ich einen gewissen Querschnitt. Sie haben Schuld auf sich geladen, waren auch selbst Opfer.

Ihre Rolle in der Zeitgeschichte zu fassen ist nicht in einem Wort, einen Satz möglich. Deswegen habe ich mich immer geweigert – und tu dies auch heute noch – diese Rolle einseitig zu pauschalisieren, als Täter oder als Opfer.

Ich lasse es nicht zu, wenn sich Menschen aus dieser Zeit aus der Verantwortung stehen. “Ich habe nichts gewusst” – nein, das akzeptiere ich nicht. Zumindest das Zugeständnis “ich habe es gewusst, habe es aber verdrängt” möchte ich von diesen Menschen hören (sofern sie noch leben). Und ja, das akzeptiere ich. Denn nicht jeder Mensch ist zum Helden oder Märtyrer geboren – und was mit Aufständischen, Deserteuren, Befehlsverweigerern oder auch nur “Zersetzern” im dritten Reich geschah wusste jeder.

Ich lasse es aber auch nicht zu, dass sie pauschal zu Mördern und Tätern gebrandmarkt werden, zu Menschen, die generell den Tod durch Brandbomben verdient haben, nur weil sie zur falschen Zeit geboren wurden. Ich lasse nicht zu, dass Menschen, die ich geliebt habe, und denen ich sehr viel zu verdanken habe, von Spätgeborenen, die mit einer ekelerregenden Arroganz über Zeiten richten, die sie selbst nie erlebt haben, so widerwärtig verhöhnt werden.

Ich verstehe durchaus den Sinn von Provokation, ich selbst bin kein Kind von Traurigkeit. Aber wer austeilt, muss einstecken können, wer Provokation betreibt, antagonisiert, schafft sich Gegner und Feinde.

Nun, so seid ihr eben meine Gegner. In meiner Partei. Und ich werde euch bekämpfen. Oder gehen, wenn mir der Kampf sinnlos erscheint. Mal sehen, wie sich die Lage entwickelt.

Ich will gar nicht auf den eigentlichen Hintergrund des Richtungsstreits bei den Piraten eingehen – tatsächlich ist #bombergate nur eines von vielen Symptomen, die es meiner Meinung nach erforderlich machen, dass ein Teil von uns geht und an anderer Stelle weiter macht.

Ich schreibe diesen Eintrag hier nur für mich selbst, und um mal eine Seite zu beleuchten, die ich bis jetzt in vielen, vielen Blogeinträgen, Statements, Tweets oder FB-Kommentaren noch nicht so ausführlich gesehen habe.

Dies ist ein sehr persönlicher Beitrag. Er ist nur als reines Statement zu werten. Ich will keine Diskussion und keine Bemerkungen unter diesem Beitrag, deswegen deaktiviere ich die Kommentare. Vor allem auch aus Selbstschutz – ich erwarte eh nichts Gutes von euch. Und das sagt eigentlich schon ziemlich viel …

Dortmund, 140224_2006

B.

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Lebenszeichen

Ich habe jetzt über sieben Monate lang nichts mehr geschrieben.

Es gab genug, leider fast nur Negatives, Ärgerliches, Frustrierendes und Deprimierendes, was ich über diese Welt hätte schreiben wollen, habe es aber dann doch nicht getan.

Ist vermutlich auch besser so – gibt genug Gemecker und Gerante im Internet.

Jetzt hat sich etwas angestaut, was ich so dringend loswerden möchte, dass ich mein Schweigen breche.

Im nächsten Post …

Dortmund, 140224_1851

B.

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Die USA sind kein Rechtsstaat, die USA sind ein verbrecherisches Terrorregime

Edward Snowdens Antrag auf Asyl ist auch in Deutschland abgelehnt worden. Dies war zu erwarten. Natürlich gibt es in Deutschland keinen Politiker, der genug Arsch in der Hose hat, sich mit den USA anzulegen.

Wir haben diverse Auslieferungsabkommen mit der USA.

Ja und? Dann setzt man dieses Abkommen halt aus.

Das geht nicht? Klar geht das.

Es ist nicht so, als wären diplomatische Regeln so etwas wie Naturgesetze. Man kann sie ändern, wenn sie einem nicht passen.

Aber wir sind doch ein Rechtsstaat, sagen einige. Aber die USA sind doch auch ein Rechtsstaat, sagen andere:

Zuvor hatte Friedrich noch erklärt, man habe sich entschieden zu prüfen, ob eine Aufnahme aus humanitären Gründen möglich sei. Allerdings zeigte er sich von Anfang an skeptisch. Da die USA ein Rechtsstaat seien, werde die Entscheidung am Ende wohl nicht nach humanitären, sondern nach politischen Erwägungen getroffen.

Die USA sind ein Rechtsstaat?

Falsch! Continue reading

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Deutsche Vereinsmeierei

Ich las gerade bei Cicero einen Artikel einer jungen Tschechin, die sich über die deutsche Neigung verwundert, alles in Vereinen und Clubs zu organisieren, ja, dass man gar nicht drum herum kommt, einem Club beizutreten, um z.B. ein wenig Fitness zu erlangen.

Der Artikel greift tatsächlich ein deutsches Phänomen auf – die Vereinsmeierei – verwendet aber schlechte Beispiele.

Das ist wirklich schade, da ein Blick in das deutsche Vereinswesen unglaublich viele amüsante, fremdschämwürdige und gelegentlich erschreckende Elemente hervorbringen würde.

In diesem Sinne würde ich die Autorin einladen, sich mal zu einer öffentlichen „Jahreshauptversammlung“ (eines der DEUTSCHESTEN Wörter, welches die deutsche Sprache je hervorgebracht hat) zu begeben. Was nehmen wir da für einen Verein? Keinen „Kleingartenverein“, das wäre zu offensichtlich und zu einfach. Keinen „großen“ Verein, also einen solchen, der in bestimmten Bereichen regional oder national an der Spitze mitspielt, solche Vereine sind häufig stark durchprofessionalisiert oder werden von finanzstarken Despoten geführt.

Nein, ich empfehle einen Fußball-, Handball- oder Schwimmverein einer deutschen Mittelstadt, deren erste Mannschaft maximal in der Regionalliga spielt.

DORT, liebe Autorin, finden sie die deutsche Vereinshölle. Continue reading

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Die „Digitalen Konquistadoren“ betreten #Neuland

Der im Netz meist rezipierte Satz des heutigen Tages ist vermutlich Angela Merkels „Das Internet ist für uns alle Neuland“.

 

Natürlich lachen wir „Digital Natives“ über diese Aussage laut und lange.

Dabei ist diese Aussage in einem anderen Kontext durchaus interessant. Kulturgeschichtlich ist das Medium Internet tatsächlich gerade erst geboren. Wir alle nehmen an dieser Entwicklung teil, und wie bei allen kulturellen Revolutionen der Menschheitsgeschichte sind wir noch dabei, mit uns selbst auszumachen, was alles in Ordnung ist und was nicht. Die längst noch nicht gelösten Fragen des Urheberrechts mit der Freiheit der Nutzer auf der einen und der Erwartung von Contentproduzenten nach fairer Bezahlung auf der anderen Seite, sowie die sich ständig verändernde Bedeutung von Privatsphäre zeugen offenen Fragen. Auch wir „Digital Natives“, die wir – zurecht – die Deutungshoheit in diesem Land beanspruchen, müssen zugeben, dass wir selbst noch nicht alle gesellschaftlichen Grenzen Neulands benennen können. Wir können definitiv von ihrem Input profitieren, in dem wir gemeinsam diese Grenzen erkunden.

 

Und das ist das Stichwort: gemeinsam!

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So seh’n Drohnen-Kriege aus … dankt dem Friedensnobelpreisträger Obama, ihr Maden!

Kurzer Realitätsabgleich: so sieht es aus, wenn der Friedensfürst Obama jede Woche beim “Terror Tuesday” entscheidet, wer durch seine Drohnen ermordet wird.

Der schönste Teil des Artikels ist übrigens, wenn der Pressesprecher erklärt, warum man den 16-jährigen Jungen ermordet hat: “Nun, er hätte halt einen verantwortungsbewussteren Vater haben sollen”. Ja, gut. wenn das so ist … dann zick zack, Rübe ab, so wie es sich gehört.

Fefe weist auf einen anderen Aspekt hin, der auch mich regelmäßig stört: natürlich passiert genau das jeden Tag zigfach: es werden in Afghanistan und Pakistan andauernd mehr oder weniger Blind Häuser und Autos von Drohnen beschossen, um einen VERDÄCHTIGEN zu töten, und jedes Mal sterben zig Unschuldige dabei, das Technokratenwort “Kollateralschaden” beschreibt diesen unendlichen Wahnsinn. Nur, darüber regt sich niemand auf. Sind ja keine Amerikaner. Man muss erst einen US-Bürger erwischen, damit man darüber berichtet.

Ehrlich – die Amerikaner haben anderen Nationen schon für weniger Bösartigkeiten Krieg, Tod und Bombenterror die Demokratie gebracht. Vielleicht sollten die Amerikaner mal als Weltpolizei kommen und den Amerikanern … verdammt …

Aber so ist wohl die schöne neue Welt. Ich kann Herrn deMaiziere und all die anderen Mords-Technokraten in der Bundeswehr und im Verteidigungsministerium gut verstehen, dass sie in diesem Spiel auch mitspielen wollen. Menschen mit minimalem Aufwand und möglichst geringem Eigenrisiko töten, das hat schon was. Man muss ja mit der Zeit gehen …

Dortmund, 130614_1910

B.

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Lobbyist von Klaeden – SPD und CDU überbieten sich gegenseitig in ihrer Schmierenkomödie

Natürlich ist der Wechsel von Eckart von Klaeden vom Staatsdienst direkt in die Lobbydienste eines Automobilkonzerns eine eitrige Ausgeburt des Lobbyismus, die an Widerlichkeit kaum zu überbieten ist.

Doch immer dann, wenn man glaubt, den Bodensatz erreicht zu haben, kommt jemand und beweist, dass man noch tiefer sinken kann.

Zum Beispiel die heuchlerische Selbstgerechtigkeit der SPD, die jetzt geradezu Schnappatmung verursachende Empörung verbreitet und gleich “Entlassung” des Staatsministers fordert.

Liebe Sozen … manchmal möchte man euch allesamt durch die Bank einfach nur übers Knie legen, und nach guter alter Tradition eurem rückseitigen Gedächtnis ein wenig auf die Spur helfen. Und euch daran erinnern, wer eigentlich den Drehtür-Effekt zwischen Wirtschaft und Ministerien maßgeblich gefördert hat (“klatsch, klatsch, klatsch, Schröder, klatsch, klatsch, klatsch”), und wer aus EUREN Reihen diese Option aufs Vortrefflichste genutzt hat  (“klatsch, Schröder, klatsch, Clement, klatsch”).

Und was von Klaeden angeht: der hat vermutlich eine große Rolle beim Abnicken des unsäglichen Leistungsschutzrechts gespielt – immerhin ist der Mann Staatsminister, und REIN ZUFÄLLIG ist sein Bruder Dietrich Lobbyist beim Springer-Konzern. Und als Netzaktivisten im Streit um das Leistungsrecht Informationen zu diesem wunderbaren Zufall erfragen wollten, wurden ihnen diese verweigert, weil “ein Einblick in Dokumente aus einem laufenden Verfahren den Erfolg des Verfahrens beeinträchtigen” würden.

Oder anders: von Klaeden hat seine Aufgabe “Internet kaputt machen und Geld und Macht in die Tasche von Springer spülen” zur vollsten Zufriedenheit seiner Herren und Meister erfüllt. Auf geht’s zur nächsten gesellschaftsschädlichen Mission. Es gibt noch viele gut gemeinte Umweltziele zu unterlaufen und Fortschritt auszubremsen. Alles im Sinne der Dividende.

Widerlich!

Ich denke, einige Namen sollte man sich einfach mal merken … für den Tag nach der Revolution …

So, das bisschen Auskotzen musste mal wieder sein. Wo ich den Text gerade noch mal überarbeite, merke ich, dass Martin Delius und Bruno Kramm all das oben gesagte noch viel besser ausdrücken konnten als ich. Tat trotzdem gut …

 

Dortmund, 130529_1820

B.

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“Prostiutionsparadies Deutschland” – Der Spiegel zeigt mal wieder, was Qualitätsjournalismus ist

Ich hatte heute so im Vorüberlesen bei SPON gelesen, was im aktuellen Print-Spiegel thematisiert wird.

Allein der tendenzielle Titel zog mir schon die Schuhe aus:

“Prostiutionsparadies Deutschland – Wie der Staat Frauenhandel und Prostitution fördert”.

Was kann man bei einer solchen Überschrift anderes erwarten als billigste polemische Meinungsmache auf BLÖD-Niveau?

Die Antwort: nichts. Hier kann man einen Blick hinter die Kulissen dieses … Prachtexemplars des deutschen Qualitätsjournalismus werfen.

Bitte allesamt lesen  und sich merken, wenn mal ein Spiegel- oder SPON-Schreiberling auf euch zutritt, liebe Piraten …

Dortmund, 130527_1915

B.

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“Der Terminator in unserer Mitte” … und nein, das ist keine Science-Fiction!

Peter Piksa fasst bei Carta das Problem der aktuellen Kriegsdrohnenentwicklung kurz, knapp und umfassend zusammen.

Bitte lest das alle, macht euch Gedanken darüber. Schaut euch die Videos an und lasst eure Phantasie spielen.

Und denkt nicht, wir MÜSSTEN so etwas entwickeln. Wir haben immer die Option, nein zu sagen!

Dortmund, 130522_1830

B.

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Großartigkeit des Tages: Anders denken – Asperger in der Philosophie

errare ist menschlich
was irrt ist errichtet in technik
und der mensch glaubt das irren
verbannt zu haben
durch gerüste von zeichen

Ein interessanter Ansatz: in diesem hochinteressanten Artikel bei Zeit Online geht es um ein Zwillingspärchen, welches am Asperger-Syndrom … nun ja, “leidet” kann man schwer sagen. Sie sehen die Welt mit anderen Augen, und tun das, was sich in dieser Situation eigentlich geradezu aufdrängt: sie studieren Philosophie, und erstaunen sowohl ihre Studienkollegen als auch ihre Dozenten immer wieder mit ihren Einsichten.

Gerade in unserer durchtechnisierten, durchorganisierten, hocheffizienten Alltagswelt wird es immer wichtiger, sich die Zeit zu nehmen, die Dinge mal aus anderer Perspektive zu beachten.

die sprache ist ein gut, das freilich gegeben ist, nur erdenken wir in der sprache die ungenauigkeiten, die entstehen, die inneren schwierigkeiten, genau den ausdruck zu treffen, der in dem moment zwischen redner und hörer angemessen ist. oftmals ist zu beobachten, dass andere dinge gesprochen als gedacht werden. da wir dieses wahrnehmen, enthalten wir uns der direkten kommunikation.

Dortmund, 130521_1930

B.

 

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